ARTISCHOCK Jahresbericht 2010
Liebe Mitglieder, Liebe Kunstfreundinnen und Kunstfreunde
Hiermit sind Sie herzlich eingeladen, mit mir einen kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr 2010 zu werfen. Nach dem ereignisreichen Jubiläumsjahr 2009, erlebten wir 2010 wieder ein etwas „ruhigeres“ Jahr, wobei die kunstreichen Momente qualitativ weiterhin auf hohem Niveau zu finden waren.
Wir konnten mit vielen Kunstschaffenden zusammenarbeiten und haben uns gemeinsam einem breiten Publikum präsentieren können.
Ausstellungen
Bei der diesjährigen jurierten Ausstellung, die vom 17. Juni bis 11. Juli im Höchhuus in Küsnacht gastierte, hatten sich die Kunstschaffenden mit dem Thema „Verbindung“ auseinanderzusetzen. 34 KünstlerInnen stellten insgesamt 60 Werke aus. An der Vernissage präsentierten die Kunstschaffenden Ihre speziell zu dem Thema Verbindung erschaffenen oder ausgesuchten Kunstwerke einem interessierten, fachkundigen und zahlreich erschienenem Publikum. Die Begeisterung war groß und beim anschließenden Apéro ergaben sich viele spannende Diskussionen und ein reger Austausch zum Thema Verbindung.
Wie immer war auch die Vielfalt der gezeigten Werke groß: Abstrakte, gegenständliche und naive Bilder, klassische Fotos oder am Computer bearbeitete und verschiedenste Skulpturen aus diversen Materialien. Das Echo für die schön präsentierte Ausstellung war sehr gut, auch die Presse fand lobende Worte.
Wie in jedem Jahr belebte die Ausstellung “Das kleine Format“ in der Villa Meier Severini in Zollikon die Adventszeit. 11 Künstlerinnen von Artischock hatten „die Jurierung geschafft“ und konnten Ihre Werke vom 27.11.2010 bis 09.01.2011 ausstellen.
Ausstellungsorte für Artischock Mitglieder sind weiterhin die 2 Vitrinen in der Bahnhof-Unterführung. Ulrich Sauser ist für die Organisation zuständig.
Führungen
Am Sonntag, den 21. Februar 2010 besuchten 28 interessierte Vereinsmitglieder die Ausstellung „Malerei im Aufbruch – Die Neuen Wilden der Schweiz“ im Kunstzeughaus Rapperswil-Jona. Die Ausstellung war dem Phänomen des Figurativen, das in den achtziger Jahren ein sinnliches Körpergefühl in ungestümen Bilderwelten zum Ausdruck brachte, gewidmet. Die „wilde Kunst“ zwang die Teilnehmer sich mit den Kunstwerken auseinanderzusetzen, zugleich hatten wir eine sehr gute Führung bei der Kuratorin des Hauses.
33 ARTISCHOCK-Mitglieder genossen bei strahlendstem Herbstwetter den Tagesausflug am 10.09.2010. Zuerst ging die Reise nach Weil am Rhein zum Vitra Design Museum. Nach einer sehr interessanten Führung durch die Ausstellung „Die Essenz der Dinge. Design und die Kunst der Reduktion“, konnten wir noch den neuen Pavillon „Vitra Haus von Herzog & de Meuron, 2010“, sowie die Ausstellung „Heimliche Helden“ bewundern. Nach dem gemeinsames Mittagessen in der Burgschenke Rötteln bei Lörrach, ging die Reise am Nachmittag wieder zurück nach Weil am Rhein zur ehemaligen Landesgartenschau Grün99 mit der Möglichkeit die naturbelassene Umgebung zu geniessen oder/und das Atelier, in einer alten Betonfabrik, von Künstler Volker Scheurer und seiner Frau, zu besichtigen. Nach einem feinen Vesper und neuem Wein in der Weinschenke/Straussi zum Düllinger Schnägg in Lörrach Tüllingen, ging die Fahrt dann wieder zurück nach Küsnacht.
An einem Sonntagnachmittag im November erlaubte uns Barbara Babo einen Einblick in Ihr Atelier. 36 interessierte Vereinsmitglieder machten sich auf nach Rüti ins Zürcher Oberland. Barbara arbeitet seit 2007 vollberuflich als Bildhauerin. Barbaras lebensnahe Skulpturen sind lässig inszeniert, extrovertiert, energie-geladen und bei allem Realismus durchwegs zeitgenössisch, indem sie ein postmodernes weibliches Selbstbewusstsein und eine emanzipierte Romantik thematisieren.
Anhand einer Tonfigur in Arbeit, erklärt sie der Gruppe die verschiedensten Arbeitsabläufe, vom Ton bis zur fertigen Skulptur. Der Nachmittag endete mit einer feinen Suppe, vielen anregenden Gesprächen und ein paar interessanten Gipsabdrücken auf den Sitzgelegenheiten.
Geführte Kunstreise nach Luxemburg mit Peter Killer und Felix Thyes
Auf der diesjährigen Artischock Reise nach Luxemburg vernetzte Peter Killer wie immer auf spannende Art Kultur, Kunst und Geschichte und gewährte kritische und klärende Einblicke in die Geschichte Mitteleuropas. Neue Architektur und die Meisterwerke der Moderne faszinierten im Mamacs in Strasbourg und im neu eröffneten Centre Pompidou in Metz. In seiner Heimatstadt Luxemburg hatte Felix Thyes dann ein kontrastreiches Programm für uns zusammengestellt. Auf Führungen im Museum und durch die Altstadt erlebten wir die Geschichte der Stadt – als Kontrast dazu dann die spiegelnde, klar gegliederte Moderne auf dem Kirchbergplateau. Dort begeisterte uns besonders das Museum MUDAM. Wie immer auf den Artischock Reisen blieb auch Zeit für eigene Erkundungen. Kulinarische Köstlichkeiten kamen nicht zu kurz – so auch beim Fischessen an der traditionsreichen Schobermesse. Auf der Heimreise lernten wir Nancy als Stadt des Jugendstil kennen, bekamen einen Einblick in die vielseitige Sammlung des Musée des beaux-arts und als krönender Abschluss genossen wir den Rokoko der Place Stanislas, den uns Peter Killer zuvor durch seine Einführung näher gebracht hatte. Sehr zufrieden, erfüllt und inspiriert freuen sich alle auf die nächste Artischock Reise mit Peter Killer.
Generalversammlung
Sie fand am 8. März 2010 im Seehof in Küsnacht in Anwesenheit von 69 Mitgliedern statt. Nach dem offiziellen Teil, konnten die Mitglieder beim traditionellen Apéro einen Film über die Artischock-Jubiläumsausstellung im September 2009 in der HesliHalle verfolgen - gefilmt und zusammengestellt von RoseLee Gahler - interessante Gespräche führen, Kontakte knüpfen oder aber einfach nur unter Freunden und Gleichgesinnten weilen und die Stimmung genießen.
Vorstand
Im Vorstand gab es 2010 keine Veränderungen.
Verena Stüber, Präsidentin
